Meine Rolle als Teamer/in

Als Teamer/in muss ich Regeln durchsetzen. Ich darf der Bestimmer sein.
Nach meiner Pfeife tanzen sie alle! Mmmh.

Ist das so oder kommt es vielleicht auf etwas ganz anderes an?

In der EJS gibt es Ziele, die wir alle verfolgen und daraus resultierend einen bestimmten Stil des Umgangs miteinander.
Manchmal lässt es sich nicht vermeiden, eine Verwarnung auszusprechen oder eine gelbe Karte zu geben.
Damit sich Verwarnungen und Karten in Grenzen halten, gibt es davor - vom ersten Kennenlernen bis zum Regelübertritt – viele Verhaltensweisen von Euch Teamern, die es unnötig machen, als der absolute Bestimmer aufzutreten.

Aufgabe 1 Brainstorming
Schreibt auf kleine Kärtchen, worauf es ankommt, wenn ihr ein guter Teamer/ eine gute Teamerin sein wollt.
Richtet Euren Blick auf den Umgang mit den Gruppenmitgliedern und auch den anderen Teamern.
Schreibt möglichst konkrete Dinge auf und sprecht von Euch in der Ich-Form .

Also z.B.:
Ich frage die streitenden TN, was los war.
Oder:
Ich schaue hin;
Ich gebe Vertrauen;
Ich kenne alle Namen;
etc...

Aufgabe 2 Sortieren
Bringt die Kärtchen in eine grobe Reihenfolge. Angefangen bei der ersten Begegnung hin zum Regelübertritt und Lösen eines Konflikts.

Aufgabe 3 Sucht Überschriften
Fasst die Kärtchen so zusammen, dass ihr vier Überschriften findet.

Merksatz
Ziel ist es nicht, möglichst viele rote Karten zu verteilen und zu zeigen, wer der Herr im Hause ist,
sondern vorher so viel zu tun, dass Karten unnötig werden.

Übrigens:
Wir sind immer mehrere Teamer/innen. Wenn ihr mit einem Teili nicht klarkommt oder merkt, er/ sie will euch provozieren, gebt die Verantwortung an einen Teamkollegen ab oder sucht euch Hilfe.

Wegskizze von der ersten Begegnung bis hin zur Konfliktlösung

TeamerInnen

Beziehung aufbauen
• Ich kenne die Namen
• Ich gehe auf die Teilis zu (First Step)
• Ich zeige Interesse
• Ich gebe Vertrauen
• Ich gewinne Vertrauen
• Ich höre hin

Position klären
• Ich führe Regeln ein
• Ich lege die Rahmenbedingungen fest
• Ich stehe auf gleicher Augenhöhe mit den Teilis und blicke nicht auf sie herab
• Ich habe mehr Autorität als die Teilis

Präsenz zeigen
• Ich schaue hin
• Ich spreche Teilis an
• Ich schätze die Lage ein (Ist es nötig, dass ich aktiv werde oder überzogen?)
• Ich gebe ein Feedback, halte Blickkontakt
• Im Team rückkoppeln
• Ich bin transparent und ehrlich (mir geht es…, es geht mir auf den Zeiger, dass…, ich setzte das jetzt durch, weil…)
• Ich frage, was los ist, warum er/ sie überhaupt hier ist. Ich erinnere daran, in welchen Zusammenhängen wir uns befinden (Kirche, Evangelische Jugend, Gruppe, Freizeit,…)

Regel durchsetzen
• Ich trete bestimmt auf
• Ich mache eine klare Ansage
• Ich suche das Gespräch und schaffe den Rahmen für ein Gespräch

TeilnehmerInnen

Beziehung aufbauen
• Ich fühle mich wahrgenommen, man kennt mich
• Ich fühle mich beachtet
• Ich bin wichtig
• Ich fühle mich geschätzt
• Ich gebe Wertschätzung zurück
• Ich werde gehört

Position klären
• Ich bekomme Orientierung
• Ich weiß, was ich darf und was auch nicht
• Ich werde gut behandelt
• Es gibt einen, an den ich mich wenden kann

Präsenz zeigen
• Ich werde in meinem Tun und Handeln bemerkt
• Ich werde gerecht und nicht aus einer spontanen Laune heraus behandelt, aber: 5 ist auch manchmal gerade, wenn der grundsätzliche Umgang und mein Verhalten generell in Ordnung ist
• Ich werde bewertet
• Ich werde einheitlich von allen Teamern behandelt und kann sie nicht gegeneinander ausspielen.
• Ich weiß, woran ich bin
• Ich werde ernst genommen, die Teamer haben Interesse an mir, aber ich muss mich einfügen in das große Ganze und kann nicht meine eigene Party feiern.

Regel durchsetzen
• Mein Gegenüber ist sich seiner Sache sicher
• Kein Geeier im Stall
• Ich habe die Möglichkeit, die Dinge aus meiner Sicht darzustelle

© Copyright Thomas Hüttmann 2020

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